Marktbericht 2026 · Nordrhein-Westfalen

Immobilienmarkt Rhein-Erft-Kreis – Aktueller Marktbericht 2026

Der aktuelle Marktbericht von VON POLL IMMOBILIEN — mit Kennzahlen, Wohnlagenkarte und fundierter Preisanalyse für den Rhein-Erft-Kreis westlich von Köln.

Sylvia Krabbe
Geschäftsstellenleiterin · VON POLL IMMOBILIEN Pulheim & Hürth
Ausgabe 2026
Schloss Falkenlust in Brühl
Historische Backsteinfassaden im Rhein-Erft-Kreis
Rhein-Erft-Kreis — historische Backsteinfassaden und Kirchturm in einem der gewachsenen Stadtkerne.
Key Facts

Der Immobilienmarkt Rhein-Erft-Kreis auf einen Blick

Der Wohnimmobilienmarkt im Rhein-Erft-Kreis präsentiert sich auch 2026 als attraktiver Standort für Käufer und Verkäufer. Aktuelle Kennzahlen geben Aufschluss über die Entwicklungen bei Angebot, Nachfrage und Marktaktivität. Die wichtigsten Daten und Trends haben wir für Sie zusammengefasst.

Marktüberblick

Wie ist der Immobilienmarkt im Rhein-Erft-Kreis aufgestellt?

Der Rhein-Erft-Kreis grenzt mit 477.988 Einwohnern unmittelbar an Köln. Der Wohnimmobilienmarkt zeigt 2025 in beiden Segmenten steigende Transaktionszahlen und Geldumsätze bei moderat anziehenden Preisen.

Marktentwicklung

Wie entwickelt sich der Rhein-Erft-Kreis als Wohnstandort?

Der Kreis wächst: +23.412 Einwohner zwischen 2012 und 2024, bis 2033 werden weitere +9.110 prognostiziert. Einwohnerstärkste Gemeinde ist Kerpen; die Bautätigkeit fällt mit 1.098 Fertigstellungen (−35 %) zurück.

Transaktionen

Wie viele Immobilien wurden im Rhein-Erft-Kreis gehandelt?

2025 wurden 1.708 Häuser (+4,7 %) und 1.544 Eigentumswohnungen (+6,1 %) verkauft. Der Geldumsatz stieg auf 734,3 Mio. Euro bei Häusern (+6,6 %) und 405,7 Mio. Euro bei Wohnungen (+7,9 %).

Angebot & Nachfrage

Wie ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage?

Häuser stehen 2025 im Schnitt 92 Tage online (+13,6 %), Eigentumswohnungen verkaufen sich mit 81 Tagen schneller (−12,0 %). Das Hausangebot erreicht im Q1/2026 mit 2.020 Inseraten einen neuen Höchststand.

Lagen

Welche sind die besten Wohnlagen im Rhein-Erft-Kreis?

Zu den Premiumlagen zählen Pulheim mit Stommeln und Brauweiler, Hürth mit Efferen und Hermülheim sowie Frechen mit Königsdorf. Aufstrebende Trendlagen sind Erftstadt, Wesseling und Brühl.

VON POLL IMMOBILIEN Pulheim & Hürth

Mehr über den Markt im Rhein-Erft-Kreis erfahren

Unsere Immobilienprofis vor Ort kennen die aktuellen Entwicklungen, Preise und Trends im Rhein-Erft-Kreis. Entdecken Sie weitere Informationen und persönliche Ansprechpartner.

Zum Standort Pulheim

Quellen: Destatis, Gutachterausschuss Rhein-Erft-Kreis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), GeoMap, VON POLL IMMOBILIEN Research (2026).

Aktuelle Marktentwicklung im Rhein-Erft-Kreis

Standortinformationen

Der Rhein-Erft-Kreis im Überblick

Der Rhein-Erft-Kreis liegt im Westen Nordrhein-Westfalens und grenzt unmittelbar an Köln. Das Kreisgebiet reicht vom Rhein im Osten bis zur Zülpicher Börde im Westen. Städte wie Hürth, Kerpen und Pulheim bilden wirtschaftliche und kulturelle Zentren der Region. Die Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz ist durch Autobahnen sowie Bahnverbindungen gesichert, zudem verbindet der Flughafen Köln/Bonn mit Europa.

Kulturell und landschaftlich zeigt der Kreis ein vielseitiges Profil. Die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl gehören zum UNESCO-Welterbe und zählen zu bedeutenden barocken Bauwerken Deutschlands. Beliebte Ziele sind zudem Freizeitparks und die Ville-Seenplatte mit Wander- und Radwegen. Historische Stadtkerne mit Kirchen, Burgen und Museen laden zu Erkundungen ein. Rekultivierte Braunkohlereviere entwickeln sich im Strukturwandel zu Natur- und Erholungsräumen.

Der Rhein-Erft-Kreis ist ein bedeutender Industriestandort mit Tradition im Energie- und Rohstoffsektor, geprägt durch Braunkohleabbau und Stromerzeugung. Gleichzeitig gewinnen neue Wirtschaftsbereiche an Gewicht: Erneuerbare Energien, Wasserstoff, Logistik, Maschinenbau, Chemie, Digitalisierung und Umwelttechnologien stehen im Fokus. Die Region profitiert vom Austausch mit den Forschungsstandorten Köln, Bonn und Aachen. Gewerbeflächen, Infrastruktur und die Nähe zu Köln/Bonn schaffen gute Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Das kulturelle Leben im Rhein-Erft-Kreis ist vielfältig und regional verwurzelt. Theater, Konzerte, Open-Air-Festivals und Stadtfeste bereichern das Angebot. Karnevalsveranstaltungen bleiben fester Bestandteil des Jahreskalenders. Durch die Nähe zu Köln und Bonn, die gute Infrastruktur, vielfältige Freizeit- und Kulturangebote sowie den Strukturwandel verbindet der Rhein-Erft-Kreis wirtschaftliche Perspektiven mit hoher Lebensqualität und präsentiert sich als attraktiver Lebensmittelpunkt in der Region.

Demographie
Einwohner477.988
Einwohnerdichte (Einw. je km²)678,3
Fläche (km²)704,7
Haushalte216.549
Haushaltsgröße (Ø)2,20
Bevölkerungsentwicklung (2012 bis 2024)+23.412
Prognose Einwohner (bis 2033)+9.110
Pendlersaldo (täglich)−45.881
Wirtschaft
Kaufkraft pro Kopf (€)29.498
Kaufkraft indexiert (%, Deutschland = 100)105,9
Bruttoinlandsprodukt (in Mio. €, 2022)20.447
Immobilien- und Wohnungsmarkt
Wohneigentumsquote (%)51,2
Leerstandsquote Wohnungen (%)1,1
Wohnungsbestand233.532
Durchschnittliche Wohnungsgröße (m²)95,3
Rendite (für Wohnungen in Prozent)4,2
Kaufpreisfaktor (für Wohnungen in Jahren)23,8
Baugenehmigungen (Wohnungen, 2024)1.024
Baufertigstellungen (Wohnungen, 2024)1.098
Infrastruktur und Lebensqualität
Gästeübernachtungen (2024, in Mio.)1,45
Ärztedichte (Ärzte je 100.000 Einwohner)174,9
Grün- und Erholungsfläche (Anteil an Gesamtfläche in %)64,2
Quellen: Destatis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Demographie

Wachstum im Kölner Umland — Prognose bis 2045 stabil

Die Einwohnerzahl des Rhein-Erft-Kreises wächst kontinuierlich — zwischen 2012 und 2024 legte sie um +23.412 Personen zu, bis 2033 wird ein weiteres Plus von +9.110 Einwohnern prognostiziert. Die Zuzüge übersteigen die Fortzüge seit Jahren deutlich.

Details zur Einwohnerentwicklung anzeigen

Der Rhein-Erft-Kreis verzeichnet seit 2010 ein stetiges Bevölkerungswachstum. Mit aktuell 477.988 Einwohnern auf 704,7 km² gehört der Kreis zu den bevölkerungsreichsten Landkreisen Nordrhein-Westfalens.

Im Zeitraum 2012 bis 2024 wuchs die Einwohnerzahl um +23.412 Personen — getragen vor allem vom Zuzug aus Köln und dem Umland. Die Prognose bis 2033 erwartet ein weiteres Plus von +9.110 Einwohnern.

Längerfristig zeichnet sich gemäß empirica-Prognose bis 2045 ein Plateau bei rund 485.000 Einwohnern ab — ein stabiles Bevölkerungsniveau auf hohem Ausgangsniveau und damit ein zentraler Indikator für eine nachhaltige Wohnraumnachfrage im Kreisgebiet.

Quelle: Destatis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Details zur Wanderungsbilanz anzeigen

Die Wanderungsbilanz des Rhein-Erft-Kreises fällt seit 2005 durchgehend positiv aus. Deutliche Zuzugsspitzen zeigen sich 2015 und 2022 — geprägt durch internationale Zuwanderung.

Der tägliche Pendlersaldo von −45.881 Personen unterstreicht die Rolle des Kreises als Wohnstandort für die Metropole Köln: Mehr Menschen pendeln zum Arbeiten aus dem Kreis hinaus als hinein. Die stabile Zuwanderung junger Familien aus der Domstadt bleibt ein wesentlicher Treiber der Wohnraumnachfrage — insbesondere im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser.

Quelle: Destatis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Bautätigkeit

Fertigstellungen −35 Prozent, Genehmigungen erholen sich leicht

Im Jahr 2024 wurden im Rhein-Erft-Kreis insgesamt 1.098 Wohnungen fertiggestellt — ein Rückgang von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Baugenehmigungen bleiben mit 1.024 Wohnungen klar hinter der starken Phase 2018 bis 2022 zurück, zeigen gegenüber dem schwachen Vorjahr aber eine leichte Erholung.

Details zur Bautätigkeit anzeigen

Der Wohnungsbau im Rhein-Erft-Kreis zeigt im Zeitraum 2012–2024 eine insgesamt volatile Entwicklung: Auf die starke Phase 2018 bis 2022 mit bis zu 2.290 Genehmigungen (2021) folgt ein deutlicher Einbruch.

Im Jahr 2024 wurden 1.098 Wohnungen fertiggestellt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von rund 35 Prozent, womit das Fertigstellungsniveau deutlich zurückfällt. Die Baugenehmigungen bleiben mit 1.024 Wohnungen klar hinter der starken Phase zurück, zeigen gegenüber dem schwachen Vorjahr (870) aber eine leichte Erholung.

Insgesamt hat die Wohnungsbautätigkeit spürbar an Dynamik verloren, wird durch zuvor angestoßene Projekte aber weiterhin getragen. Das knappe Neubauangebot stützt die Preise im Bestand.

Quelle: empirica-regio (VALUE Marktdaten), GeoMap, VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Übersicht

Die Gemeinden im Vergleich

Einwohnerstärkste Gemeinden und Ø-Angebotspreise für Wohnimmobilien 2026 im Rhein-Erft-Kreis.

Die einwohnerstärksten Gemeinden
Einwohner 2025
Kerpen66.604
Hürth62.163
Bergheim61.878
Pulheim56.095
Frechen52.242
Erftstadt48.750
Brühl45.743
Die hochpreisigsten Gemeinden
Ø-Angebotspreis für Wohnimmobilien 2026 in €/m²
Pulheim4.209 €/m²
Hürth4.206 €/m²
Wesseling3.982 €/m²
Frechen3.971 €/m²
Brühl3.913 €/m²
Bergheim3.517 €/m²
Erftstadt3.346 €/m²
Rhein-Erft-Kreis — historische Straßenzeile
Schloss Falkenlust in Brühl, gemeinsam mit Schloss Augustusburg UNESCO-Welterbe.

Transaktionen und Preisniveau auf dem Immobilienmarkt im Rhein-Erft-Kreis

Transaktionen

Markt legt in beiden Segmenten zu — Wohnungstransaktionen +6,1 Prozent

Im Jahr 2025 wurden im Rhein-Erft-Kreis 1.708 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 1.544 Eigentumswohnungen gehandelt — Transaktionszahlen und Geldumsatz steigen, die Durchschnittskaufpreise legen moderat zu.

Details zu den Kaufpreisen anzeigen

Ein-/Zweifamilienhäuser erreichten 2025 einen Durchschnittskaufpreis von 429.930 Euro — das sind +1,8 Prozent bzw. +7.687 Euro gegenüber dem Vorjahr. Das Maximum des Beobachtungszeitraums liegt bei 482.389 Euro im Jahr 2022. Nach dem Preisrückgang in der Zinsphase 2023 zeigt sich seither eine stabile Seitwärtsbewegung mit leicht steigender Tendenz.

Eigentumswohnungen kosten 2025 im Schnitt 262.727 Euro und liegen damit +1,7 Prozent bzw. +4.445 Euro über dem Vorjahreswert. Das Maximum wurde mit 268.982 Euro im Jahr 2021 erreicht. Insgesamt bewegt sich das Preisniveau in beiden Segmenten wieder nahe an den Höchstwerten.

Quelle: Gutachterausschuss Rhein-Erft-Kreis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Details zum Geldumsatz anzeigen

Der Wohnimmobilienmarkt im Rhein-Erft-Kreis zeigte 2025 in beiden Segmenten eine Belebung gegenüber dem Vorjahr.

Auf das Segment Ein-/Zweifamilienhäuser entfielen 734,3 Mio. Euro — ein Plus von +6,6 Prozent bzw. +45,2 Mio. Euro gegenüber 2024. Das Maximum des Beobachtungszeitraums liegt weiterhin bei 752,0 Mio. Euro im Jahr 2020.

Bei den Eigentumswohnungen wurden 405,7 Mio. Euro umgesetzt — ein Plus von +7,9 Prozent bzw. +29,9 Mio. Euro. Der Höchststand wurde mit 488,7 Mio. Euro im Jahr 2021 erreicht. Beide Segmente nähern sich damit wieder dem Niveau vor der Zinswende an.

Quelle: Gutachterausschuss Rhein-Erft-Kreis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Details zu den Transaktionen anzeigen

Im Wohnimmobilienmarkt Rhein-Erft-Kreis setzte sich 2025 die Erholung nach dem schwachen Jahr 2023 in beiden Segmenten fort.

Auf das Segment Ein-/Zweifamilienhäuser entfielen 1.708 Transaktionen — ein Plus von +4,7 Prozent bzw. +76 Verträgen gegenüber 2024. Das Maximum des Beobachtungszeitraums lag bei 1.867 Transaktionen im Jahr 2019.

Bei den Eigentumswohnungen wurden 1.544 Kaufverträge abgeschlossen — +6,1 Prozent bzw. +89 Verträge mehr als 2024. Der Höchststand wurde mit 1.855 Transaktionen im Jahr 2020 verzeichnet. Die steigenden Abschlusszahlen unterstreichen die wiedergewonnene Marktdynamik — getragen von stabilisierten Finanzierungsbedingungen und anhaltender Nachfrage aus dem Kölner Raum.

Quelle: Gutachterausschuss Rhein-Erft-Kreis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Quadratmeterpreis Wohnungen

Kauf- und Mietpreis in Euro pro Quadratmeter

Kaufpreise für Bestandswohnungen legen 2025 um 6,8 Prozent zu, Neubauten sogar um 13,1 Prozent. Bei den Mieten ziehen vor allem Bestandsobjekte an (+5,6 Prozent), während sich die Neubaumieten mit +0,9 Prozent nahezu stabil zeigen.

Details zum Quadratmeterpreis Wohnungen anzeigen

Kaufpreise bei Eigentumswohnungen im Rhein-Erft-Kreis: Bestandsobjekte erreichten 2025 einen Durchschnitt von 3.199 €/m² (+6,8 % gegenüber 2024). Neubauten liegen mit 5.422 €/m² deutlich darüber und legten mit +13,1 % kräftig zu — nach dem Rückgang 2024 kehren Neubaupreise damit auf das Niveau von 2022/23 zurück.

Mietpreise: Bestandsmieten stehen bei 11,44 €/m² (+5,6 % vs. 2024), Neubaumieten bei 14,11 €/m² (+0,9 %). Der Anstieg der Bestandsmieten zeigt die hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum im Kölner Umland — Neubaumieten haben nach dem Sprung 2024 vorerst ein Plateau erreicht.

Über den Beobachtungszeitraum 2012–2025 haben sich Kauf- wie Mietpreise deutlich erhöht — die Kaufpreise im Bestand mehr als verdoppelt. Der Kreis bleibt gegenüber Köln jedoch preislich attraktiv, was die anhaltende Zuwanderung stützt.

Quelle: Gutachterausschuss Rhein-Erft-Kreis, empirica-regio (VALUE Marktdaten), VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)

Angebot und Nachfrage auf dem Immobilienmarkt im Rhein-Erft-Kreis

Angebotsmarkt

Häuser brauchen länger, Wohnungen verkaufen sich schneller

Die Vermarktungsdauer entwickelt sich gegenläufig: Ein- und Zweifamilienhäuser stehen 2025 im Schnitt 92 Tage online — so lange wie nie im Beobachtungszeitraum. Eigentumswohnungen finden mit 81 Tagen dagegen wieder schneller Käufer. Das Hausangebot steigt zum Jahresauftakt 2026 auf einen Höchststand.

Details zur Angebotsdauer anzeigen

Die Vermarktungsdauer von Wohnimmobilien im Rhein-Erft-Kreis erreichte 2021 mit 33 bzw. 44 Tagen ihren Tiefpunkt und ist seit der Zinswende wieder deutlich gestiegen.

Ein-/Zweifamilienhäuser stehen 2025 im Schnitt 92 Tage online — das sind +13,6 Prozent bzw. +11 Tage gegenüber dem Vorjahr und zugleich das Maximum des Beobachtungszeitraums. Käufer prüfen bei Häusern länger, marktgerechte Preisgestaltung gewinnt an Bedeutung.

Eigentumswohnungen liegen bei 81 Tagen (−12,0 Prozent bzw. −11 Tage gegenüber 2024). Hier zeigt sich eine klare Beschleunigung gegenüber dem Maximum von 93 Tagen im Jahr 2023 — das Wohnungssegment gewinnt spürbar an Dynamik.

Quelle: GeoMap, VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Details zur Zahl der Angebote anzeigen

Die Zahl der auf Immobilienportalen aktiven Inserate im Rhein-Erft-Kreis zeigt seit Mitte 2025 einen deutlichen Anstieg — vor allem bei Häusern.

Bei Ein-/Zweifamilienhäusern wurden im Q1/2026 2.020 Angebote verzeichnet — +16,9 Prozent bzw. +292 Angebote gegenüber dem Vorquartal. Damit markiert das aktuelle Quartal das Maximum des Beobachtungszeitraums: Mehr Eigentümer bringen ihre Häuser auf den Markt, Kaufinteressenten haben mehr Auswahl.

Eigentumswohnungen legen moderat zu: 1.073 Angebote im Q1/2026 bedeuten +4,8 Prozent bzw. +49 Angebote mehr als im Vorquartal. Der Höchststand wurde mit 1.188 Angeboten in Q3/2023 erreicht. Das kombinierte Bild — wachsendes Angebot bei Häusern, kürzere Vermarktungsdauer bei Wohnungen — spricht für einen ausgeglicheneren Markt mit mehr Verhandlungsspielraum im Haussegment.

Quelle: GeoMap, VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Kaufpreisverteilung

Häuser zwischen 300 und 600 Tsd. €, Wohnungen zwischen 150 und 300 Tsd. €

Während sich die Kaufpreise bei Ein- und Zweifamilienhäusern überwiegend im mittleren bis gehobenen Segment konzentrieren, liegt der Markt für Eigentumswohnungen klar im preiswerten Mittelfeld. Hochpreisige Objekte ab 750 Tsd. € machen bei Häusern knapp ein Zehntel aus.

Details zur Kaufpreisverteilung Ein-/Zweifamilienhäuser anzeigen

Die Kaufpreisverteilung von Ein- und Zweifamilienhäusern im Rhein-Erft-Kreis konzentriert sich 2026 klar im mittleren bis gehobenen Segment: Der größte Anteil entfällt mit 36,1 Prozent auf die Preisspanne 450 – 600 Tsd. €, gefolgt von 300 – 450 Tsd. € mit 30,1 Prozent.

Das Segment 600 – 750 Tsd. € stellt 15,7 Prozent der Angebote. Hochpreisige Objekte ab 750 Tsd. € machen 9,6 Prozent aus. Gegenüber 2025 verschiebt sich die Verteilung leicht in die Mitte — die Anteile der oberen Klassen gehen etwas zurück.

Quelle: GeoMap, VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)
Details zur Kaufpreisverteilung Eigentumswohnungen anzeigen

Die Kaufpreisverteilung von Eigentumswohnungen im Rhein-Erft-Kreis konzentriert sich 2026 klar im mittleren Preissegment: Die häufigste Preisspanne ist 150 – 300 Tsd. € mit 43,7 Prozent aller Angebote, gefolgt von 300 – 450 Tsd. € mit 25,9 Prozent.

Das Einstiegssegment bis 150 Tsd. € stellt 16,3 Prozent der Angebote. Wohnungen ab 750 Tsd. € bleiben mit 1,7 Prozent die Ausnahme. Die Verteilung ist gegenüber 2025 nahezu unverändert.

Quelle: GeoMap, VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)

Gefragte Lagen und Gemeinden im Rhein-Erft-Kreis

Wohnlagenkarte

Die Wohnlagen im Rhein-Erft-Kreis

Die Karte des Kreisgebiets mit den zehn Städten und Gemeinden von Bedburg bis Wesseling. Die VON POLL IMMOBILIEN Wohnlagen-Einstufung reicht von Premium bis Einfach.

Wohnlagen Premium Gehoben Gut Mittel Einfach | Gewässer Waldflächen
Wohnlagenkarte Rhein-Erft-Kreis
Quelle: VON POLL IMMOBILIEN Research (2026). In Ausnahmefällen können einzelne Objekte von der generalisierten, hier angezeigten Wohnlage abweichen.
Wohnlagen und Preise

Premium- und Trendlagen im Rhein-Erft-Kreis

Unsere regionalen Experten bewerten die wichtigsten Wohnlagen des Kreises — von den begehrten Premiumlagen in Pulheim, Hürth und Frechen bis zu aufstrebenden Trendlagen wie Erftstadt, Wesseling und Brühl.

Premiumlagen

Pulheim · Stommeln, Brauweiler

Pulheim bietet ruhiges Wohnen in Stadtnähe. Die Nähe zu Köln, gute Verkehrsanbindung und ein breites Bildungs- und Freizeitangebot machen die Gemeinde attraktiv für Familien und Pendler. Geprägt ist das Wohnbild durch Einfamilien-, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen mit Gärten. Besonders gefragt sind Stommeln und Brauweiler. Neue Baugebiete, Infrastrukturprojekte und ein aktives Vereinsleben erhöhen die Wohnqualität. Pulheim zählt zu den begehrtesten Orten im östlichen Rhein-Erft-Kreis.

Hürth · Efferen, Hermülheim, Otto-Maigler-See

Hohe Wohnqualität und die Nachbarschaft zu Köln prägen Hürth. Die Stadt punktet mit eigener City, guter ÖPNV-Anbindung, Einkaufszentren und Freizeitangeboten. Wohnlagen reichen von Altbauquartieren bis hin zu Neubausiedlungen. Besonders beliebt sind Efferen, Hermülheim und der Bereich um den Otto-Maigler-See. Öffentliche und private Investitionen werten viele Stadtteile deutlich auf.

Frechen · Königsdorf, Bachem, Buschbell

Frechen entwickelt sich dynamisch zur urbanen Trendlage im Speckgürtel Kölns. Der Stadtteil Königsdorf ist durch seinen direkten S-Bahn-Anschluss, die gewachsenen Ortsstrukturen und die naturnahe Umgebung besonders gefragt. Auch in Bachem und Buschbell sorgen Neubauprojekte, energetische Modernisierungen und Sanierungen für frische Impulse im Stadtbild. Die Stadt überzeugt durch eine gelungene Kombination aus guter Erreichbarkeit, Wohnvielfalt und stabiler Nachfrage.

Trendlagen

Erftstadt · Liblar, Lechenich

Erftstadt verknüpft naturnahe Wohnqualität mit verkehrlicher Nähe zur Metropole Köln. In Liblar und Lechenich finden Familien und Pendler gleichermaßen attraktive Perspektiven — sowohl durch neue Baugebiete als auch durch energetische Sanierungen. Die stabile Nachfrage wird durch Nachverdichtungspotenzial in bestehenden Wohnlagen weiter gestützt. Besonders die Kombination aus kleinstädtischem Flair und moderner Infrastruktur macht Erftstadt zu einem sich dynamisch entwickelnden Wohnstandort.

Wesseling · Keldenich, Berzdorf

Während Wesseling in vielen Lagen Aufwertungspotenzial zeigt, profitieren Keldenich und Berzdorf von Neubauprojekten, Modernisierung der Infrastruktur und Rheinlage. Köln und Bonn sind gut erreichbar, was Berufstätige anzieht. Öffentliche wie private Investitionen sorgen für Aufbruchsstimmung — erste Preissteigerungen spiegeln den Wandel bereits wider.

Brühl · Pingsdorf, Badorf, Brühl-Ost

Brühl verbindet historische Bauten mit moderner Lebensqualität. Die Schlossstadt bietet eine starke Anbindung, kulturelle Vielfalt und grüne Wohnlagen. Pingsdorf, Badorf und Brühl-Ost sind besonders gefragt. Gepflegte Einfamilienhäuser, kleine Wohneinheiten und sanierte Altbauten prägen das Bild. Naherholungsgebiete wie der Villewald und die Seenlandschaft steigern zusätzlich die Attraktivität.

Ein- und Zweifamilienhäuser in €
Lage20252026
Premium 950.000 – 1.700.000 1.150.000 – 1.850.000
Gehoben 720.000 – 1.000.000 770.000 – 1.210.000
Gut 550.000 – 740.000 590.000 – 790.000
Mittel 350.000 – 580.000 370.000 – 610.000
Einfach 190.000 – 360.000 200.000 – 390.000
Doppelhaushälften / Reihenhäuser in €
Lage20252026
Premium 720.000 – 900.000 1.050.000 – 1.400.000
Gehoben 580.000 – 750.000 730.000 – 1.100.000
Gut 400.000 – 600.000 530.000 – 740.000
Mittel 280.000 – 420.000 380.000 – 540.000
Einfach 175.000 – 290.000 180.000 – 390.000
Eigentumswohnungen in €/m²
Lage20252026
Premium 5.600 – 6.600 5.650 – 6.800
Gehoben 4.400 – 5.800 4.650 – 5.850
Gut 3.300 – 4.600 3.500 – 4.800
Mittel 2.300 – 3.500 2.500 – 3.650
Einfach 1.600 – 2.600 1.650 – 2.700
Miete (Wohnungen) in €/m²
Lage20252026
Premium 14,50 – 18,00 15,50 – 19,00
Gehoben 12,00 – 14,80 13,70 – 15,70
Gut 10,60 – 12,20 12,10 – 13,80
Mittel 9,30 – 11,00 10,20 – 12,20
Einfach 8,15 – 9,60 8,50 – 10,30
Quelle: VON POLL IMMOBILIEN Research (2026)

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Sylvia Krabbe — Geschäftsstellenleiterin

Sylvia Krabbe

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