Marktbericht Frankfurt am Main 2020/2021: Immobilienpreise und Umsatzvolumen steigen weiter an

02. FEBRUAR 2022


von Poll Immobilien GmbH

Franka Schulz

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  • Vermarktungsdauer bei Wohnimmobilien erreicht im dritten Quartal 2021 den bisher niedrigsten Wert in allen Wohnsegmenten 
  • Gesamtumsatz im Wohnungssegment erreicht im ersten Halbjahr 2021 mit 868,2 Millionen Euro seinen bisherigen Höchstwert – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist eine Steigerung von 43,3 Prozent zu verzeichnen 
  • Anzahl der Transaktionen im Wohnungssegment steigt im ersten Halbjahr 2021 um 19,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 1.541

 

Frankfurt am Main, 2. FEBRUAR 2022 – Die hessische Metropole Frankfurt am Main ist nicht nur für ihre einzigartige Skyline und kulturelle Vielfalt bekannt – sie gilt zudem als einer der wichtigsten, internationalen Finanzmarktplätze Europas und bildet das Herz der Metropolregion Rhein-Main. Die Attraktivität der modernen und weltoffenen Stadt wird vor allem durch die positive Bevölkerungsentwicklung unterstrichen. Daher ist auch Wohnraum in der Region äußerst begehrt: Immobilien verweilen hier nicht lange am Markt und die Preisentwicklung für den Zeitraum 2009 bis 2021 zeigt, auf Basis der tatsächlich stattgefundenen Transaktionen und Immobilienpreise des Gutachterausschusses[1], einen deutlichen Aufwärtstrend. Im aktuellen Marktbericht für Wohnimmobilien in Frankfurt am Main analysieren die VON POLL IMMOBILIEN Experten nicht nur die Entwicklung der Handelsstadt, sondern geben zusätzlich einen interessanten Einblick in die Premium- und Trendlagen.

„Frankfurt am Main ist mit Sitz der Börse und der Europäischen Zentralbank als internationale Finanzmetropole bekannt. Doch nicht nur die wirtschaftliche Bedeutung spricht für den Standort, auch die hohe Lebensqualität, die vielen Naherholungsmöglichkeiten und die sehr gute Infrastruktur machen die Mainmetropole für Käufer äußerst interessant“, sagt Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter bei VON POLL IMMOBILIEN. Und weiter: „Die stetig wachsende Einwohnerzahl in Hessens größter Stadt wird auch zukünftig zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohnimmobilien führen. Laut dem Hamburger GEWOS Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wird die Bevölkerung bis 2035 um 6,2 Prozent auf über 813.000 Menschen ansteigen. Nach Berlin wäre in Frankfurt am Main das größte Bevölkerungswachstum unter den deutschen Metropolen zu erwarten.“

Starke Nachfrage, abgeschwächtes Angebot

Der starke Abwärtstrend bei der Angebotsdauer[2] von Wohnimmobilien in Frankfurt am Main lässt sich nicht leugnen: Während Ein- und Zweifamilienhäuser im ersten Quartal 2019 mit rund 92 Tagen am längsten auf dem Markt verweilten, wurde bei Eigentumswohnungen die längste durchschnittliche Vermarktungsdauer mit 142 Tagen im zweiten Quartal 2020 beobachtet. Die niedrigsten Werte in beiden Segmenten wurden jeweils im dritten Quartal 2021 registriert – hier wurden Häuser in durchschnittlich 46 Tagen vermarktet, bei Wohnungen waren es circa 72 Tage. Im selben Zeitraum ist eine ähnliche Entwicklung bei den Angebotszahlen[2] festzustellen. Die meisten Wohnimmobilien wurden im dritten Quartal 2019 angeboten – hier standen 380 Ein- und Zweifamilienhäuser sowie 1.920 Eigentumswohnungen zum Verkauf. Insgesamt schwankten die Angebotszahlen im Beobachtungszeitraum in beiden Segmenten – seit dem dritten Quartal 2021 ist jedoch ein klarer Rückgang zu beobachten.

Hohes Kaufpreisniveau bei Wohnimmobilien

Im ersten Halbjahr 2021 wurden 210 Ein- und Zweifamilienhäuser in Frankfurt am Main verkauft – das entspricht einem Anstieg von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotz des leichten Anstiegs bildet 2021 den zweitniedrigsten Wert seit 2009. Dabei wurde im Haussegment im ersten Halbjahr 2021 ein Gesamtumsatz von 171,3 Millionen Euro erwirtschaftet – 8,7 Prozent mehr als 2020. Einen Vergleich des Gesamtjahres 2020 im Vergleich zu 2019 mit interessanten Entwicklungen liefert der komplette Marktbericht zu Frankfurt am Main unter: https://vonpoll.io/8vcj8z.

Auch die Immobilienpreise für Häuser stiegen 2021 weiter an. Im ersten Halbjahr 2021 kletterte der Durchschnittspreis für ein Ein- oder Zweifamilienhaus um 11,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 815.843 Euro. Seit 2009 ist der Durchschnittspreis im Haussegment damit um 142,5 Prozent gestiegen.

Wohnlagenkarte Frankfurt am Main

Abb.: Wohnlagenkarte Frankfurt am Main (Bild: von Poll Immobilien GmbH)

„Insgesamt ist das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sowohl im Haus- als auch im Wohnungssegment weiter angestiegen. Beim erwirtschafteten Umsatz sehen wir in beiden Segmenten eine deutliche Steigerung bis einschließlich September 2021. Das liegt vor allem daran, dass sich die Nachfrage sowie die Preisentwicklung in der Region weiter erhöht hat“, sagt Daniel Ritter.

Bei den Eigentumswohnungen stieg die Anzahl der Transaktionen im ersten Halbjahr 2021 um 19,4 Prozent auf 1.541 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der erwirtschaftete Gesamtumsatz erreichte mit 868,2 Millionen Euro seinen bisherigen Höchstwert im Halbjahresvergleich – und erhöhte sich damit um 43,3 Prozent deutlich.

Kaufinteressenten mussten für eine Eigentumswohnung in Frankfurt am Main im ersten Halbjahr 2021 mit durchschnittlich 563.396 Euro rechnen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 entspricht das einem Anstieg um 4,8 Prozent. Seit 2009 sind die durchschnittlichen Kaufpreise für eine Wohnung um 155,1 Prozent gestiegen.

Premium- und Trendlagen im Überblick

Zu den begehrtesten und dadurch auch teuersten Wohnlagen im Stadtzentrum gehört neben dem Holzhausenviertel im Nord- und Westend das Diplomatenviertel in Bockenheim. Hier können Interessenten zwischen altem Baubestand und exklusiven Neubauten repräsentative Domizile erwerben. Ebenso attraktive Angebote finden Hauskäufer südlich des Mains in Sachsenhausen. Wer auf der Suche nach einem freistehenden Ein- oder Zweifamilienhaus am Stadtrand oder einem repräsentativen Stadthaus in zentraler Lage ist, muss zwischen 1,8 Millionen Euro und 7,5 Millionen Euro einkalkulieren. Bei außergewöhnlichen Objekten in entsprechender Lage und mit hochwertiger Ausstattung können auch noch höhere Kaufpreise aufgerufen werden.

„Eine neue beliebte Trendlage in Frankfurt am Main ist der Riedberg. Nicht nur die moderne Architektur lockt Käufer, auch die Möglichkeit zum naturnahen Wohnen ist ein überzeugendes Argument“, weiß Immobilienexperte Ritter. Und er führt weiter aus: „Besonders begehrt ist diese Premiumlage bei jungen Familien. Sie schätzen die guten Verkehrsanbindungen ebenso wie das kinderfreundliche Umfeld.“ Für eine der neugebauten Doppelhaushälften oder ein großes Reihenhaus zahlen Interessenten hier mittlerweile Preise von 1,5 Millionen Euro. Die wachsende Nachfrage nach Wohneigentum mit eigenem Garten und mehr Ruhe führt auch in den am Stadtrand gelegenen Stadtteilen wie Bergen-Enkheim, Nieder-Eschbach, Oberrad, Sachsenhäuser Berg oder Niederrad zu einem steigenden Kaufpreisniveau.

Nichtsdestotrotz dominieren noch immer die Eigentumswohnungen die Verkaufszahlen der Mainmetropole. Besonders begehrt bei Käufern sind Penthäuser oder Lofts mit exklusiver Ausstattung und einem atemberaubenden Panoramablick über die Skyline der Stadt. Zu den Trendlagen für moderne und hochwertig ausgestattete Eigentumswohnungen gehört das Europaviertel. Der Kaufpreis für eine exklusive Neubauwohnung liegt hier bei bis zu 15.000 €/m2, Penthäuser in den obersten Stockwerken erzielen sogar deutlich höhere Preise.

Wer dagegen Altbauten favorisiert, wird im Nord- und Westend fündig. Der Wohnungsbestand wurde teilweise saniert und lockt Käufer mit einer Kombination aus klassischen Stilelementen, wie hohen Decken und Stuck, und einer modernen Ausstattung. „Zu den Top-Lagen bei den Altbauten gehören das Gebiet im Holzhausenviertel westlich der Friedberger Landstraße im Nordend sowie das Gebiet rund um den Grüneburgpark im nördlichen Westend. Für eine sanierte Gründerzeitwohnung müssen Interessenten mit Quadratmeterpreisen zwischen 11.000 Euro und 13.000 Euro rechnen. Bei besonders exklusiven und repräsentativen Objekten können sogar Preise bis zu 17.000 €/m2 erreicht werden“, berichtet Ritter von VON POLL IMMOBILIEN.

Auch das angrenzende Dornbusch gehört zu den Trendvierteln der Stadt. Kaufinteressenten schätzen hier neben den vielen Grünflächen, wie die Nähe zum Palmengarten und Grüneburgpark, auch die hervorragenden Verkehrsanbindungen. Die zentrumsnahen Stadtteile Bornheim, Bockenheim, Gallus oder das Ostend erfreuen sich ebenfalls wachsender Beliebtheit. Für eine Eigentumswohnung in einer dieser Lagen zahlen Käufer zwischen 7.750 €/m2 und 14.900 €/m2.

Der detaillierte Marktbericht 2021/2022 zu Frankfurt am Main ist in den Frankfurter VON POLL IMMOBILIEN Shops erhältlich und steht auf der Website zur Verfügung unter: www.von-poll.com/Viewer/marktberichte/frankfurt-am-main-2021-2022

 [1] Die Datengrundlage der Analyse beruht auf den aktuellen Zahlen des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, also tatsächlich getätigten Transaktionen auf dem Wohnimmobilienmarkt für die Jahre 2009 bis September 2021 sowie empirica regio und VON POLL IMMOBILIEN Research (2022).

[2] Die Angaben zur Vermarktungsdauer von Immobilien sowie die Angebotszahlen basieren auf den Auswertungen von GeoMap und VON POLL IMMOBILIEN Research (2022).