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Marktbericht 2019
Wohnimmobilien in Frankfurt am Main

Titelbild Marktbericht Frankfurt 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Ihnen den aktuellen Marktbericht für Wohnimmobilien in Frankfurt am Main zu präsentieren. Die Stadt gehört zu den attraktivsten Wohn- und Arbeitsstandorten in Deutschland und ist daher eine der am schnellsten wachsenden Städte. Das dynamische Wachstum und die Internationalisierung sind in weiten Teilen der Stadt zu spüren. Weltoffenheit und kulturelle Vielfalt prägen die Stadt und die Unternehmenskultur bei VON POLL IMMOBILIEN. Als traditionsbewusstes Maklerhaus mit Ursprung und Hauptsitz in Frankfurt freuen wir uns daher umso mehr, Ihnen den aktuellen Marktbericht für die Metropole am Main zur Verfügung zu stellen.

Die vorliegende Analyse unterstützt Sie dabei, die aktuelle und zukünftige Situation auf dem Wohnimmobilienmarkt in Frankfurt am Main besser einzuschätzen. Die Research-Abteilung unseres Hauses hat hierzu sowohl interne als auch externe Daten ausgewertet und bietet Ihnen damit die Transparenz, die zur realistischen Einschätzung des Marktes für Wohnimmobilien erforderlich ist.

Profitieren Sie von einem weiteren Vorteil unseres Hauses, der über die Möglichkeiten eines Marktberichtes hinausreicht: Unsere zertifizierten Immobilienberater (IHK) und geprüften freien Sachverständigen für Immobilienbewertung (PersCert® und WertCert®) schätzen gern kostenfrei und unverbindlich den aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie ein. Mit der Kompetenz eines internationalen Maklerunternehmens und den regionalen Kenntnissen unserer erfahrenen Mitarbeiter bringen wir Ihr Vorhaben zu einem erfolgreichen Abschluss.

Wir freuen uns, Sie persönlich zu beraten.

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Beata von Poll

Inhalt

Standortinformationen

  • Frankfurt am Main ist mit über 747.000 Einwohnern die größte Stadt Hessens und liegt im nationalen Bevölkerungsranking hinter Berlin, Hamburg, München und Köln auf Platz fünf. Dabei ist Frankfurt die einzige Metropole in Deutschland, deren Stadtbild durch viele innerstädtische Hochhäuser geprägt ist.
  • Gern wird die Stadt deshalb auch „Mainhattan“ genannt. Die einzigartige Skyline ist das Wahrzeichen Frankfurts, sie wird auch in den nächsten Jahren durch zahlreiche Wohn- und Bürohochhausprojekte ergänzt werden. Internationalen Bekanntheitsgrad besitzt die Mainmetropole als einer der bedeutendsten Finanzmarktplätze Europas, mit dem Sitz der Börse und der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie zahlreichen hier angesiedelten internationalen Kreditinstituten. Darüber hinaus ist die Handelsstadt Frankfurt Messestandort und somit Ausrichter großer Veranstaltungen wie der IAA oder der Buchmesse.
  • Bei der Zahl der Beschäftigten, dem Pro-Kopf-Einkommen und der Arbeitsplatzdichte liegt Frankfurt weit über dem Bundesdurchschnitt. Die Stadt ist zugleich sehr international geprägt. Die zentrale Lage in Europa sowie die Nähe zum Flughafen sind vor allem für global agierende Unternehmen wichtige Standortvorteile.
  • Mit über 80.000 Mitarbeitern ist der Flughafen größter Arbeitgeber der Stadt. Daneben sind vor allem Unternehmen aus den Bereichen Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen sowie Grundstücks- und Wohnungswesen Säulen des stabilen Arbeitsmarktes.
  • Dabei ist Frankfurt eine Stadt im ständigen Wandel. Mit dem Europaviertel etwa befindet sich aktuell ein komplett neuer Stadtteil in der Fertigstellung, das Projekt soll 2022 mit dem U-Bahn-Anschluss abgeschlossen sein.
Einwohnerzahl:

2018

747.848
Bevölkerungsentwicklung:

2012-2018

+ 69.200
Fläche:

in km²

248,3
Kaufkraft pro Kopf:

in Euro

25.532
Haushalte:

2018

416.615
Bevölkerungsprognose:

2030

+ 810.000
Personen pro Haushalt:

2018

1,8
Kaufkraft Indexiert:

in Prozent

114,8
Quellen: Bürgeramt für Statistik und Wahlen Frankfurt, Gfk (2019)

Sozioökonomische Entwicklung

Einwohner

Ein aussagekräftiger Indikator für die Beliebtheit und Attraktivität einer Stadt ist das Wachstum ihrer Einwohnerzahl. Seit der Jahrtausendwende entwickelt sich diese in Frankfurt am Main mit kleineren Schwankungen insgesamt sehr positiv. Aktuell liegt sie mit 747.848 Einwohnern auf dem höchsten Stand im Betrachtungszeitraum seit 1970. Bis zum Jahr 2030 rechnet die Stadt mit rund 810.000 Bewohnern.

Einwohner 1970 – 2018 (Prognose bis 2020)
Entwicklung der Einwohner in Frankfurt 1970 bis 2018

Pendler

Frankfurt am Main zählt zu den Städten mit der höchsten Arbeitsplatzdichte in ganz Deutschland. Viele der Beschäftigten kommen täglich mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln aus umliegenden Städten und Kreisen. 2018 pendelten im Schnitt täglich 376.442 Arbeitnehmer in die Stadt ein, während 98.698 Einwohner auspendelten. Daraus folgt ein Saldo von + 277.744, wodurch Frankfurt tagsüber unter der Woche zur Millionenstadt wird.

Pendlersaldo 2000 – 2018 (Prognose bis 2020)
Entwicklung Pendlersaldo in Frankfurt 2000 bis 2018

Beschäftigte

Mit der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Frankfurt am Main verhält es sich ähnlich wie mit der Zahl der Pendler. Seit 2011 entwickelt sich die Zahl der Beschäftigten kontinuierlich positiv; im Zeitraum von 2011 bis 2016 wuchs sie sogar um knapp elf Prozent. 2018 hat sie mit 584.220 den höchsten Wert im Betrachtungszeitraum erreicht. Daran kann man die Attraktivität der Stadt Frankfurt als Arbeitsstandort erkennen.

Beschäftigte 2000 – 2018 (Prognose bis 2020)
Entwicklung Anzahl der Beschäftigten in Frankfurt 2000 bis 2018

Leerstandquote

Die Nachfrage nach Wohnraum in einer Stadt lässt sich gut an ihrer Leerstandsquote ablesen. Nachdem diese in Frankfurt am Main in den Jahren von 2001 bis 2006 von 1,8 auf 3,4 Prozent gestiegen war, sank sie ab 2007 kontinuierlich. Seit 2015 befindet sie sich mit 0,5 Prozent auf einem Rekordtief. Ähnlich niedrige Werte weisen nur Stuttgart (Leerstand 0,7 Prozent) und München (Leerstand 0,2 Prozent) auf.

Leerstandsquote Wohnungen in Prozent 2000 – 2018 (Prognose bis 2020)
Leerstandsquote von Wohnungen in Frankfurt 2000 bis 2018
Quellen: Bürgeramt für Statistik und Wahlen Frankfurt, Empirica (2019)

Frankfurter Stadtteil-Rankings

Einwohnerzahl 2018 (Veränderung 2017 – 2018)

1 Bockenheim 39.991 (+ 2,1 %)
2 Gallus/Europaviertel 39.130 (+ 4,0 %)
3 Sachsenhausen-Nord 32.188 (+ 0,8 %)
4 Bornheim 30.394 (+ 0,6 %)
5 Nordend-West 30.374 (+ 0,8 %)
6 Ostend 28.761 (+ 3,6 %)
7 Sachsenhausen-Süd 28.097 (+ 2,7 %)

Einwohner pro km² 2018 (Veränderung 2017 – 2018)

1 Nordend-Ost 14.940 (+ 0,4 %)
2 Bornheim 10.910 (+ 0,6 %)
3 Nordend-West 9.800 (+ 0,8 %)
4 Gallus/Europaviertel 9.520 (+ 4,0 %)
5 Altstadt 7.970 (+ 1,1 %)
6 Dornbusch 7.770 (+ 0,3 %)
7 Niederrad 7.640 (+ 2,0 %)

Einwohnerentwicklung 2013 bis 2018
(absolut)

1 Kalbach-Riedberg + 65,5 % (+ 7.869)
2 Gallus/Europaviertel + 38,9 % (+ 10.965)
3 Altstadt + 22,2 % (+ 800)
4 Bahnhofsviertel + 19,0 % (+ 591)
5 Bornheim + 16,4 % (+ 4.289)
6 Gutleutviertel + 15,9 % (+ 944)
7 Unterliederbach + 14,2 % (+ 2.068)

Personen je Haushalt 2018
(Veränderung 2017 – 2018)

1 Kalbach-Riedberg 2,47 (+ 0,8 %)
2 Berkersheim 2,33 (+ 0,4 %)
3 Frankfurter Berg 2,30 (+ 0,4 %)
4 Harheim 2,21 (+ 0,5 %)
5 Nieder-Erlenbach 2,15 (+ 0,9 %)
6 Preungesheim 2,08 (+ 0,5 %)
7 Zeilsheim 2,07 (+ 0,5 %)

Median Bruttoarbeitsentgelt
(Veränderung 2017 – 2018)

1 Westend-Süd 6.010 (+ 2,0 %)
2 Kalbach-Riedberg 5.078 (+ 2,4 %)
3 Westend-Nord 5.041 (+ 2,4 %)
4 Nordend-West 4.923 (+ 1,2 %)
5 Sachsenhausen-Nord 4.801 (+ 1,8 %)
6 Nordend-Ost 4.624 (+ 2,4 %)
7 Sachsenhausen-Süd 4.477 (+ 2,9 %)
Quelle: Bürgeramt für Statistik und Wahlen Frankfurt (2019)

Daten zu den Frankfurter Stadtteilen

Durchschnittlicher Kaufpreis pro Quadratmeter (Neubauwohnungen) 2018

Der Quadratmeterpreis für Neubaueigentums­wohnungen ist seit 2017 überall in Frankfurt über zehn Prozent gestiegen. Besonders in den zentrumsnahen Stadtteilen ist er nochmals deutlich angezogen. Den Spitzenwert verzeichnet mit durchschnittlich 10.284 Euro pro Quadratmeter und einer Steigerung von 18,1 Prozent gegenüber 2017 die Altstadt. Der signifikanteste Anstieg außerhalb des Zentrums wurde in Höchst registriert. Dort stieg der Durchschnittsquadratmeterpreis für Neubaueigentumswohnungen um 14,1 Prozent auf 5.014 Euro. Die preiswertesten Neubauwohnungen findet man in Sindlingen (4.350 Euro pro Quadratmeter) und Zeilsheim (4.338 Euro pro Quadratmeter).

Info

  • Höchster Durchschnittspreis: Altstadt (10.284 €/m²)
  • Geringster Durchschnittspreis: Zeilsheim (4.338 €/m²)
  • Durchschnitt Frankfurt: 6.080 €/m²
  • Höchste Zunahme (2017 auf 2018): Altstadt (+ 18,1 %)
Quelle: Gutachterausschuss Frankfurt (2019)
Karte Frankfurt Durchschnittlicher Kaufpreis pro Quadratmeter (Neubauwohnungen) 2018
Euro pro Quadratmeter
 
4.338 6.005 10.284

Durchschnittlicher Kaufpreis pro Quadratmeter (Bestandswohnungen) 2018

Bei den Bestandswohnungen wurde ebenfalls in den zentrumsnahen Stadtteilen der größte Preisanstieg verzeichnet. In Bockenheim (4.938 Euro pro Quadrat­meter), dem Westend (6.974 Euro pro Quadrat­meter), dem Nordend (6.275 Euro pro Quadrat­meter) oder dem Ostend (5.688 Euro pro Quadrat­meter) beträgt dieser mindestens 13 Prozent. Selbst in den umliegenden Stadtteilen wie Unterliederbach (3.307 Euro pro Quadrat­meter), Nied (3.128 Euro pro Quadratmeter), Schwanheim (3.364 Euro pro Quadrat­meter) oder Sossenheim (3.161 Euro pro Quadrat­meter) ist der Preis im Schnitt um rund 11,5 Prozent gestiegen. In Bonames war der Durchschnittspreis mit 3.047 Euro pro Quadrat­meter am günstigsten.

Info

  • Höchster Durchschnittspreis: Altstadt (7.122 €/m²)
  • Geringster Durchschnittspreis: Bonames (3.047 €/m²)
  • Durchschnitt Frankfurt: 4.240 €/m²
  • Höchste Zunahme (2017 auf 2018): Altstadt (+ 18,2 %)
Quelle: Gutachterausschuss Frankfurt (2019)
Karte Frankfurt Durchschnittlicher Kaufpreis pro Quadratmeter (Bestandswohnungen) 2018
Euro pro Quadratmeter
 
3.047 4.240 7.122

Durchschnittsmiete pro Quadratmeter 2018

Die höchste Wohnungsmiete in Frankfurt findet sich wie beim Kaufpreis für Eigentumswohnungen in Zentrumsnähe. Dazu zählen etwa die Altstadt, die Innenstadt, das Bahnhofsviertel oder West- und Nordend. Dort werden kaum noch Wohnungen unter 20 Euro Miete pro Quadratmeter angeboten. Besonders kleinere Wohnungen unter 60 Quadratmetern weisen einen überdurchschnittlich hohen Quadratmeter­preis auf. Preiswerter sind Wohnungen nach wie vor in den umliegenden Stadtteilen wie Rödelheim, Praunheim oder Griesheim. Die Preisspanne liegt dort zwischen 12 und 14 Euro pro Quadrat­meter. Doch auch hier kann in Zukunft aufgrund der Nachfrage mit einem Preisanstieg gerechnet werden.

Info

  • Höchste Durchschnittsmiete: Bahnhofsviertel (24,1 €/m²)
  • Geringste Durchschnittsmiete: Nieder-Erlenbach (10,6 €/m²)
  • Durchschnitt Frankfurt: 16,9 €/m²
  • Höchste Zunahme (2017 auf 2018): Altstadt (+ 6,5 %)
Quelle: Amt für Wohnungswesen Frankfurt, Mietspiegel 2018 (2019)
Karte Frankfurt Durchschnittsmiete pro Quadratmeter 2018
Euro pro Quadratmeter
 
10,6 16,9 24,1

Durchschnittliche Wohnungsgröße in Quadratmetern 2018

Die durchschnittliche Wohnfläche unter Betrachtung aller Bestandswohnungen in Frankfurt beträgt 71 Quadratmeter, die Spanne bewegt sich zwischen 56,4 Quadratmetern im Riederwald und 97,9 Quadratmetern in Nieder-Erlenbach. Dabei fällt auf, dass in den westlichen bis nordwestlichen Stadtteilen wie dem Gallus (61,2 Quadratmeter) und Niederrad (59,1 Quadratmeter) sowie in den östlichen Stadtteilen wie dem Ostend (66,3 Quadratmeter) oder Bornheim (63,4 Quadratmeter) eher kleinere Wohnungen zu finden sind. Im Norden beziehungsweise im Nordosten hingegen wie in Berkersheim (93,9 Quadratmeter), Harheim (96,4 Quadratmeter) oder Bergen-Enkheim (92,4 Quadratmeter) ist die Wohnfläche überdurchschnittlich groß. Familien mit Kindern, die nach größeren Wohnungen suchen, sollten somit in diesen Stadtteilen fündig werden.

Info

  • Höchste Durchschnittsgröße: Nieder-Erlenbach (97,9 m²)
  • Geringste Durchschnittsgröße: Riederwald (56,4 m²)
  • Durchschnitt Frankfurt: 71,1 m²
  • Höchste Zunahme (2017 auf 2018): Bahnhofsviertel (+ 38,7 %)
  • Höchste Abnahme (2017 auf 2018): Riederwald (- 6,9 %)
Quelle: Bürgeramt für Statistik und Wahlen Frankfurt (2019)
Karte Frankfurt Durchschnittsmiete pro Quadratmeter 2018
Quadratmeter
 
56,4 71,1 97,9

Ein- und Zweifamilienhäuser

Marktüberblick

Im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser wurden 2018 in Frankfurt am Main insgesamt 466 Objekte verkauft und somit die wenigsten im Betrachtungszeitraum seit 2012. Im Vergleich zu 2017 mit 529 Kauffällen handelt es sich dabei um einen Rückgang der Verkaufszahl um 8,4 Prozent. Der Gesamtumsatz war mit 246,7 Millionen Euro sogar um 12,6 Prozent geringer als 2017, damals lag er bei 300,1 Millionen Euro. Käufer zahlten 2018 einen Durchschnittspreis von 529.389 Euro für ein Ein- oder Zweifamilienhaus.

Bestand

448 der 466 registrierten Kaufverträge entfielen auf Bestandsimmobilien. Sowohl die Zahl der Kaufverträge als auch der Gesamtumsatz sind 2018 zurückgegangen. Das erzielte Geldvolumen lag mit 230,4 Millionen Euro 12,6 Prozent unter dem Wert von 2017, damals waren es 263,7 Millionen Euro. Gegenüber 2014 ist die Zahl der Transaktionen um knapp 65 Prozent gesunken, was zeigt, dass das Angebot an Bestandsimmobilien bei Ein- oder Zweifamilienhäusern weiterhin begrenzt ist. Der durchschnittliche gezahlte Kaufpreis betrug 2018 514.335 Euro und somit etwa fünf Prozent weniger als 2017 mit 539.164 Euro.

Neubau

Das Segment Neubau bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist in Frankfurt deutlich kleiner als das der Bestandsimmobilien. 2018 wurden nur 18 neue Eigenheime verkauft und somit mit Abstand die wenigsten seit 2012. Auch der Umsatz fiel dementsprechend: um 55,3 Prozent von 36,4 Millionen Euro auf 16,2 Millionen Euro. Der Durchschnittspreis 2018 ist mit 904.074 Euro dabei fast stabil geblieben, er sank nur leicht um 0,7 Prozent.

Teilmärkte

Betrachtet man die einzelnen Teilmärkte im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser, so haben Reihenhäuser mit insgesamt 232 Verkäufen den größten Anteil an den Transaktionen. Danach folgen die freistehenden Eigenheime mit 154 Veräußerungen. Der Teilmarkt der Doppelhaushälften macht mit 80 Verkäufen den geringsten Anteil aus. Die größte Zunahme beim Durchschnittspreis fand im Segment neugebauter freistehender Ein- und Zweifamilienhäuser statt. Lag er 2017 noch bei 854.483 Euro, so stieg er 2018 um über elf Prozent auf 949.560 Euro. Im Schnitt am preiswertesten war ein Reihenhaus im Bestand mit 384.846 Euro. Das entspricht einem Rückgang von sechs Prozent gegenüber 2017.

Transaktionen
2012 – 2018
Transaktionen 2012 bis 2018 in Frankfurt
Geldumsatz (in Mio. Euro)
2012 – 2018
Geldumsatz 2012 bis 2018 in Frankfurt
Durchschnittlicher Kaufpreis (in 1.000 Euro)
2012 – 2018
Entwicklung Durchschnittlicher Kaufpreis (in 1.000 Euro) 2012 – 2018
Verteilung Neubau/Bestand 2018
 
Verteilung Neubau/Bestand 2018 in Frankfurt
  Neubau   Bestand
Stand: März 2019
Quellen: Gutachterausschuss Frankfurt, VON POLL IMMOBILIEN Research (2019)

Aktuelle Neubauprojekte und Stadtentwicklung

Die meisten größeren Neubauprojekte in Frankfurt am Main finden sich im Segment der Eigentumswohnungen. Gerade in den zentrumsnahen Stadtteilen werden hauptsächlich Wohnungen und nur wenige Ein- und Zweifamilienhäuser errichtet. In den weiter außerhalb liegenden Stadtteilen hingegen entstehen immer wieder attraktive Neubauprojekte in diesem Segment. So etwa aktuell in Harheim, das als Standort eine hohe Lebensqualität bietet, bei gleichzeitig guter Erreichbarkeit der Innenstadt. Das dortige Neubauvorhaben in der Keltenstraße umfasst insgesamt drei Reihen- und acht Doppelhäuser in unterschiedlichen Größen und Ausführungen.

Ein weitaus größeres Neubauprojekt stellt die vorgesehene Entwicklung eines neuen Stadtteils im Nordwesten Frankfurts dar. Zwischen Niederursel und Praunheim entlang der A 5 sind mehrere Wohnquartiere für insgesamt 25.000 bis 30.000 Einwohner geplant, mit denen man der steigenden Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum begegnen möchte. Auch im Norden Frankfurts, am östlichen Rand von Bonames, soll durch das Planungsgebiet „Am Eschbachtal – Harheimer Weg“ ein weiterer wichtiger Baustein für die zukünftige Wohnraumversorgung gelegt werden. Zum Bauvorhaben zählen unter anderem Doppel-, Reihen- sowie freistehende Einfamilienhäuser. Neue U-Bahnhaltestellen der bestehenden Linien U2 und U9 bieten eine komfortable Anbindung an die Innenstadt.

Bautätigkeit Ein- und Zweifamilienhäuser

Einige Stadtteile Frankfurts sind besonders durch Ein- und Zweifamilienhäuser geprägt. Im Bestand führt dabei Praunheim mit 2.571 Objekten vor Bergen-Enkheim mit 2.228 und Kalbach-Riedberg mit 2.156. In Praunheim gibt es viele Grünflächen und das Gebiet hat seinen dörflichen Charakter bis heute erhalten.

Betrachtet man die Zahl der Baugenehmigungen für neue Ein- und Zweifamilienhäuser, so wurden 2018 in Harheim mehr als sieben Mal so viele Neubauobjekte genehmigt (93) wie in Sachsenhausen-Nord (12). Es folgt Kalbach-Riedberg mit 74 Genehmigungen. Dass in Harheim und Kalbach-Riedberg über die Hälfte aller Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser der gesamten Stadt Frankfurt erteilt wurde, zeigt, wie gefragt diese nördlichen Stadtteile besonders bei Familien sind.

Auch bei der Baufertigstellung von Ein- und Zweifamilienhäusern befindet sich Kalbach-Riedberg mit 47 Objekten an der Spitze des Rankings. Danach folgt mit deutlichem Abstand der Riederwald mit 16 Fertigstellungen. Auf Platz drei befindet sich Bergen-Enkheim. Dort gab es 2018 mit zwölf Baufertigstellungen ähnlich viele wie im Riederwald.

Bestand Ein- und Zweifamilien­häuser (2018)
1 Praunheim 2.571
2 Bergen-Enkheim 2.228
3 Kalbach-Riedberg 2.156
4 Schwanheim 2.024
5 Heddernheim 1.699
6 Sachsenhausen-Süd 1.610
7 Zeilsheim 1.549
8 Unterliederbach 1.355
9 Frankfurter Berg 1.268
10 Niederursel 1.248
  FRANKFURT (gesamt) 38.755
Baugenehmigungen Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser (2018)
1 Harheim 93
2 Kalbach-Riedberg 74
3 Sachsenhausen-Nord 12
4 Bergen-Enkheim 11
5 Frankfurter Berg 7
6 Nied 7
7 Nieder-Erlenbach 7
8 Sachsenhausen-Süd 7
9 Schwanheim 7
10 Seckbach 7
  FRANKFURT (gesamt) 276
Baufertigstellungen Neubau Ein- und Zweifamilienhäuser (2018)
1 Kalbach-Riedberg 47
2 Riederwald 16
3 Bergen-Enkheim 12
4 Bornheim 9
5 Gallus/Europaviertel 8
6 Seckbach 7
7 Eckenheim 4
8 Harheim 4
9 Sossenheim 4
10 Bockenheim 3
  FRANKFURT (gesamt) 140
Quelle: Bürgeramt für Statistik und Wahlen Frankfurt (2019)

Wohnlagen und Preise

Das geringe Angebot und die hohe Nachfrage besonders nach zentrumsnahen sowie gut ausgestatteten Ein- und Zweifamilienhäusern haben die Preise in diesem Segment 2017 erneut steigen lassen. Zu den begehrtesten und damit auch teuersten Lagen nördlich des Mains gehört Bockenheim. Im dortigen Diplomatenviertel in direkter Nähe zum Palmengarten findet man repräsentative Domizile zwischen altem Baumbestand sowie exklusive Neubauvillen, die sich in die typische Bebauung einfügen. Der Preis für eine luxuriöse Immobilie im Diplomatenviertel liegt zwischen rund zwei und sieben Millionen Euro.

Auch Teile von Sachsenhausen gehören zu den besten Lagen Frankfurts. Im südlichen Teil entlang des Sachsenhäuser Landwehrwegs findet man Doppelhaushälften und Reihenhäuser, die, idyllisch am Waldrand gelegen, viel Grün und Naherholung bieten. Eigentümer einer solchen Immobilie können hierfür mindestens 450.000 Euro erzielen, bei besonders neu- und hochwertigen Objekten ist ein deutlich höherer Verkaufspreis realisierbar. Am benachbarten Lerchesberg gehören insbesondere freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Villen zum Bestand. Das Gebiet grenzt direkt an den Stadtwald und Objekte können hier über vier Millionen Euro kosten. Wer bereit ist, etwas längere Fahrtzeiten in die Innenstadt in Kauf zu nehmen, aber nicht auf naturnahes Wohnen verzichten möchte, wird in Kalbach-Riedberg eine günstigere Alternative in einer guten Lage finden. Einzelne Ein- und Zweifamilienhäuser bieten einen unverbauten Blick auf die Skyline und kosten bis zu 950.000 Euro.

Ähnliches gilt für Bergen-Enkheim im Osten der Stadt. Anwohner in Hanglage genießen dort einen weiten Ausblick über Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet. Der Stadtteil bietet neben einem U-Bahn-Anschluss, durch den man die Innenstadt in kurzer Zeit erreicht, ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis. Für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser können hier zwischen 600.000 und 1,5 Millionen Euro realisiert werden, Doppelhaushälften und Reihenhäuser erzielen einen Verkaufspreis von bis zu 900.000 Euro.

freistehende Ein-/Zweifamilienhäuser in € | Bestand

  Lage 2018 2019
  premium  2.000.000 – 6.750.000 2.100.000 – 6.950.000  
  gut 575.000 – 2.200.000 575.000 – 2.250.000  
  mittel 370.000 – 625.000 375.000 – 645.000  
  einfach 235.000 – 490.000 240.000 – 495.000  

freistehende Ein-/Zweifamilienhäuser in € | Neubau

  Lage 2018 2019
  premium  1.200.000 – 3.750.000 1.250.000 – 3.850.000  
  gut 775.000 – 2.550.000 780.000 – 2.600.000  
  mittel 490.000 – 875.000 495.000 – 880.000  
  einfach 345.000 – 680.000 350.000 – 690.000  

Doppelhaushälften/Reihenhäuser in € | Bestand

  Lage 2018 2019
  premium  585.000 – 800.000 590.000 – 820.000  
  gut 370.000 – 625.000 375.000 – 635.000  
  mittel 250.000 – 400.000 255.000 – 420.000  
  einfach 210.000 – 310.000 210.000 – 320.000  

Doppelhaushälften/Reihenhäuser in € | Neubau

  Lage 2018 2019
  premium  750.000 – 1.700.000 760.000 – 1.750.000  
  gut 540.000 – 875.000 550.000 – 880.000  
  mittel 370.000 – 550.000 380.000 – 550.000  
  einfach 290.000 – 460.000 295.000 – 475.000  
Das obere Preissegment weist eine hohe Volatilität auf. Teilweise kann im gehobenen Segment ein Verkaufspreis von mehr als 10 Millionen Euro erzielt werden.
Prognose:   = steigend,    = leicht steigend,    = stabil,     = leicht fallend,  = fallend
Quelle: VON POLL IMMOBILIEN Research (2019)

Eigentumswohnungen

Marktüberblick

Das Segment der Eigentumswohnungen dominiert in Frankfurt den Markt für Wohnimmobilien. 2018 lag aufgrund der Angebotsknappheit die Zahl der verkauften Objekte mit 3.587 allerdings knapp elf Prozent unter dem Wert von 2017, damals waren es 4.017. Nachdem die Transaktionen von 2013 bis 2015 gestiegen waren, sind sie seither rückläufig und haben 2018 den niedrigsten Wert im Betrachtungszeitraum erreicht. Auch der Gesamtumsatz sank von 1,64 Milliarden Euro im Jahr 2017 auf 1,44 Milliarden Euro 2018.

Bestand

Den größten Anteil am Markt der Eigentumswohnungen nehmen mit 2.463 Bestandsimmobilien ein. Der Gesamtumsatz lag 2018 bei 901,8 Millionen Euro und somit mehr als acht Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Durchschnittspreis für Eigentumswohnungen im Bestand hat 2018 mit 336.157 Euro den Spitzenwert im Betrachtungszeitraum erreicht. Die durchschnittliche Wohnungsgröße ist dabei mit Werten zwischen 77 und 81 Quadratmetern seit 2012 recht konstant geblieben. Im gleichen Zeitraum stieg jedoch der durchschnittliche Quadratmeterpreis von rund 2.380 Euro auf 4.240 Euro, was einer Erhöhung um 78 Prozent entspricht.

Neubau

1.124 neu gebaute Eigentumswohnungen wurden 2018 in Frankfurt verkauft. 2017 waren es mit 1.630 Verkäufen noch 31 Prozent mehr. Der erzielte Geldumsatz fiel ebenfalls, um 33,5 Prozent auf 538,4 Milliarden Euro, den niedrigsten Wert im Betrachtungszeitraum. Auch der durchschnittlich gezahlte Kaufpreis sank von 496.863 Euro im Jahr 2017 auf 478.983 Euro 2018. Seit 2012 ist der Durchschnittspreis in diesem Segment dennoch um knapp 31 Prozent gestiegen. Auffällig ist die kontinuierliche Abnahme der Wohnungsgröße. Lag diese 2012 im Schnitt noch bei 106 Quadratmetern, so betrug sie 2018 nur noch 72 Quadratmeter. Das entspricht einer Verkleinerung um 32 Prozent. Dadurch lässt sich der Rückgang des absoluten durchschnittlichen Kaufpreises für eine Neubauwohnung erklären. Der Quadratmeterpreis erreichte 2018 mit 6.080 Euro hingegen ein Rekordniveau. Dieses wird nicht nur durch die Lage des neuen Objekts, sondern auch von der Wohnfläche und der Ausstattung beeinflusst. Wohnungen mit über 130 Quadratmetern Wohnfläche, insbesondere Penthäuser und Lofts, sind häufig hochwertig ausgestattet, wodurch der Quadratmeterpreis steigt.

Transaktionen
2012 – 2018
Eigentumswohnungen Transaktionen 2012 bis 2018 in Frankfurt
Geldumsatz (in Mio. Euro)
2012 – 2018
Eigentumswohnungen Geldumsatz 2012 bis 2018 in Frankfurt
Durchschnittlicher Kaufpreis (in 1.000 Euro)
2012 – 2018
Eigentumswohnungen Entwicklung Durchschnittlicher Kaufpreis (in 1.000 Euro) 2012 – 2018
Durchschnittspreis (in €/m²) & Wohnungsgröße (in m²)
2012 – 2018
Eigentumswohnungen Durchschnittspreis (in €/m²) & Wohnungsgröße (in m²) 2012 bis 2018 in Frankfurt
  Neubau   Bestand
Stand: März 2019
Quellen: Gutachterausschuss Frankfurt, VON POLL IMMOBILIEN Research (2019)

Aktuelle Neubauprojekte und Stadtentwicklung

Neubauprojekte im Segment der Eigentumswohnungen findet man in den unterschiedlichsten Stadtteilen Frankfurts. Eine besonders hohe Dichte an Bauvorhaben gibt es im Gallus beziehungsweise Europaviertel. So sollen am östlichen Rand des Viertels in der Nähe des Europagartens bis 2020 200 neue Wohneinheiten bezugsfertig sein. Das Projekt umfasst Wohnungen mit ein bis vier Zimmern sowie einige Penthäuser. Doch auch andere Viertel locken mit attraktiven Neubauprojekten. Durch den Umzug der EZB ins Frankfurter Ostend 2014 erfährt dieser Stadtteil seither eine städtebauliche Aufwertung. Dazu zählt unter anderem das Hafenpark-Quartier in unmittelbarer Nähe zum Main und zur EZB mit 570 Wohnungen in gehobener Ausstattung.

Auf dem ehemaligen Gelände eines großen Technologiekonzerns in Bockenheim soll ein neues Viertel mit 2.000 Wohnungen und einer breit aufgestellten Infrastruktur entstehen. Die vorgesehenen Wohnungsgrößen zwischen einem und sechs Zimmern bieten sowohl Singles als auch Familien neuen Wohnraum. Die Fertigstellung ist bis zum Jahr 2024 geplant.

Zu den wichtigsten Neubauprojekten der vergangenen Jahre gehört das neue Dom-Römer-Quartier in der Altstadt. Ziel des Projektes war es, das Areal nach dem Abriss des technischen Rathauses neu zu gestalten und die ursprüngliche Altstadt neu entstehen zu lassen, in einer Mischung aus originalgetreuen Rekonstruktionen und stilistisch passenden modernen Neubauten. Das Areal umfasst 7.000 Quadratmeter und bietet circa 200 Menschen in 66 Wohnungen ein ansprechendes Wohnumfeld.

Bautätigkeit Eigentumswohnungen

Die meisten Eigentumswohnungen im Bestand gibt es im Stadtteil Bockenheim mit 22.697 Objekten. Dahinter folgen das Gallus beziehungsweise Europaviertel mit 20.904 und Sachsenhausen-Nord mit 18.957 Bestandswohnungen. Gefragt sind hier besonders Wohnungen in der Nähe zum Main und rund um den Schweizer Platz. Sachsenhausen-Nord gilt zudem als Ausgehviertel, weshalb besonders junge Berufstätige hier gern wohnen.

Wie bereits beschrieben finden im Europaviertel aktuell zahlreiche Neubaumaßnahmen statt. Daher verwundert es nicht, dass der Stadtteil im Ranking der meisten Baugenehmigungen für Eigentumswohnungen auf Platz eins liegt (697 Genehmigungen), mit knappem Vorsprung vor Niederrad (643). Auf Platz drei mit 430 Genehmigungen folgt Sachsenhausen-Süd. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Ranking der Baufertigstellungen. Auch hier liegen Gallus beziehungsweise Europaviertel an der Spitze mit 1.443 und hat somit fast dreimal so viele wie in Kalbach-Riedberg (512). Dass Kalbach-Riedberg nicht nur beim Ranking der Baufertigstellungen bei Eigentumswohnungen, sondern auch bei den Ein- und Zweifamilienhäusern weit vorn liegt, zeigt, dass dort aktuell viele neue Immobilien zu finden sind.

Aufgrund von noch mehreren freien Bauflächen in Kalbach-Riedberg kann dort auch in Zukunft mit weiteren Neubauprojekten gerechnet werden, wodurch die Gemeinde weiter wachsen und an Attraktivität gewinnen wird.
Bestand
Eigentumswohnungen (2018)
1 Bockenheim 22.697
2 Gallus/Europaviertel 20.904
3 Sachsenhausen-Nord 18.957
4 Nordend-West 18.646
5 Bornheim 17.985
6 Ostend 17.040
7 Sachsenhausen-Süd 16.909
8 Nordend-Ost 14.516
9 Niederrad 14.381
10 Westend-Süd 12.175
  FRANKFURT (gesamt) 393.163
Baugenehmigungen Neubau Eigentumswohnungen (2018)
1 Gallus/Europaviertel 697
2 Niederrad 643
3 Sachsenhausen-Süd 430
4 Niederursel 373
5 Schwanheim 366
6 Kalbach-Riedberg 339
7 Ostend 289
8 Bockenheim 163
9 Rödelheim 134
10 Nied 102
  FRANKFURT (gesamt) 4.290
Baufertigstellungen Neubau Eigentumswohnungen (2018)
1 Gallus/Europaviertel 1.443
2 Kalbach-Riedberg 512
3 Sachsenhausen-Süd 388
4 Ostend 387
5 Rödelheim 191
6 Bockenheim 117
7 Griesheim 101
8 Fechenheim 94
9 Bornheim 93
10 Bahnhofsviertel 89
  FRANKFURT (gesamt) 4.024
Quelle: Bürgeramt für Statistik und Wahlen Frankfurt (2019)

Wohnlagen und Preise

Die Preise für Eigentumswohnungen in Frankfurt hängen nicht nur von der Lage oder Ausstattung ab, auch die Wohnungsgröße beeinflusst den Quadratmeterpreis maßgeblich. Während Neubauwohnungen mit einer Größe zwischen 51 und 70 Quadratmetern 2017 im Schnitt 5.460 Euro pro Quadratmeter kosteten, mussten Käufer einer Wohnung von über 130 Quadratmetern Größe 2018 im Schnitt rund 6.750 Euro je Quadratmeter zahlen. Bei diesen Objekten handelt es sich häufig um Penthäuser oder Lofts, deren Ausstattung besonders exklusiv ist und meist einen Panoramablick bieten. Mit derartigen Objekten lässt sich somit ein höherer Quadratmeterpreis realisieren als mit kleineren Wohnungen. Interessenten für eine solch moderne und hochwertig ausgestattete Wohnung werden unter anderem im Europaviertel fündig.

Das sich noch in der Entstehung befindende Wohnquartier wird aufgrund zahlreicher Neubauprojekte immer gefragter. Für einen exklusiven Neubau werden hier circa 10.000 Euro pro Quadratmeter gezahlt, für Penthäuser in den obersten Stockwerken ist hingegen ein deutlich höherer Preis möglich. Ebenfalls zur Premiumlage zählen das Nord- und Westend. Zum Wohnungsbestand gehören hier vor allem Altbauten, die teilweise saniert wurden und oft Stilelemente wie hohe Decken und Stuck mit moderner Ausstattung verbinden. Vergleichsweise viele elegante Straßenzüge, auch mit gewachsenem Baumbestand, kurze Wege in die Innenstadt sowie ein vielfältiges Angebot an Ausgehmöglichkeiten zeichnen diese Stadtteile aus. Das Gebiet westlich der Friedberger Landstraße im Nordend, rund um den Holzhausenpark, gilt als besonders gefragt. Gründerzeitwohnungen kosten hier bis 9.500 Euro pro Quadratmeter, die Kaltmiete für einen Altbau liegt zwischen 11,50 und 17,00 Euro. Auch im Westend rund um den Grüneburgpark kann ein sanierter Altbau für mehr als 11.500 Euro pro Quadratmeter verkauft werden.

Günstigere Eigentumswohnungen in guter Lage findet man im angrenzenden Dornbusch. Viele Grünflächen, die Nähe zum Palmengarten, dem Grüneburgpark und der Goethe-Universität sind einige der Gründe für die große Nachfrage nach Wohnungen hier. Im Bestand kosten sie dort rund 5.500 Euro, die Kaltmiete liegt zwischen 9,40 und 14,00 Euro pro Quadratmeter.

Kaufpreis Eigentumswohnungen in Euro pro m² | Bestand

  Lage 2018 2019
  premium  5.600 – 16.500 5.900 – 17.000  
  gut 4.400 – 7.900 4.500 – 8.000  
  mittel 2.200 – 4.650 2.200 – 4.750  
  einfach 1.500 – 3.500 1.550 – 3.650  

Kaufpreis Eigentumswohnungen in Euro pro m² | Neubau

  Lage 2018 2019
  premium  7.200 – 19.000 7.500 – 19.500  
  gut 5.400 – 8.900 5.500 – 9.400  
  mittel 3.100 – 5.900 3.200 – 5.900  
  einfach 2.000 – 4.000 2.000 – 4.200  

Mietpreis Eigentumswohnungen in Euro pro m² | Bestand

  Lage 2018 2019
  premium  15,00 – 21,50 15,40 – 22,50  
  gut 10,80 – 16,80 11,00 – 17,10  
  mittel 7,90 – 13,30 7,90 – 13,50  
  einfach 6,20 – 9,70 6,30 – 9,90  

Mietpreis Eigentumswohnungen in Euro pro m² | Neubau

  Lage 2018 2019
  premium  16,00 – 23,50 16,50 – 24,50  
  gut 13,90 – 18,00 14,00 – 18,30  
  mittel 8,70 – 14,90 8,90 – 15,00  
  einfach 7,40 – 10,90 7,50 – 11,00  
Das obere Preissegment weist eine hohe Volatilität auf. Teilweise kann im gehobenen Segment ein Verkaufspreis von mehr als 25.000 Euro pro m² erzielt werden.
Prognose:   = steigend,    = leicht steigend,    = stabil,     = leicht fallend,  = fallend
Quelle: VON POLL IMMOBILIEN Research (2019)

Premiumimmobilien

Objekte ab 1 Million Euro Verkaufswert

Die Bezeichnung „Premium“ kennzeichnet Güter und Waren höchster Qualität. Premiumimmobilien sind somit Wohnungen und Häuser, die sich hinsichtlich ihrer Ausstattung und Lage und somit auch beim Kaufpreis von einer Vielzahl der Gesamtheit unterscheiden. Um eine eindeutige Differenzierung vornehmen zu können, wurden sämtliche Objekte mit einem Kaufpreis von über einer Million Euro in die dargestellte Auswertung einbezogen. 2018 wurden in Frankfurt am Main mit 190 Verkäufen mehr Transaktionen auf dem Markt für Premiumwohnimmobilien registriert als 2017 mit 167. Während die Zahl der entsprechenden verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser nur leicht von 40 im Jahr 2017 auf 43 im Jahr 2018 gestiegen ist (+ 7,5 Prozent), nahm die Transaktionszahl bei den Eigentumswohnungen um knapp 16 Prozent zu. Wechselten 2017 noch 127 Objekte den Besitzer, waren es 2018 147. Dies ist der zweithöchste Wert seit 2012. Die meisten Transaktionen im Segment der Premium-Eigentumswohnungen wurden im Westend (44) und im Gallus (24) verzeichnet, gefolgt vom Nordend (23) und Sachsenhausen (13). Mit 9,95 Millionen Euro war eine Eigentumswohnung in Bornheim die teuerste dieses Segments.

Bei Ein- und Zweifamilienhäusern fanden die meisten Transaktionen in den Stadtteilen Sachsenhausen (13), Kalbach (5) beziehungsweise Eschersheim (5) und Bergen-Enkheim (3) statt. Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zu 2017 von 272,8 Millionen Euro auf knapp 339,7 Millionen Euro gestiegen. Villen und exklusive Häuser findet man unter anderem im Diplomatenviertel in Bockenheim oder am Lerchesberg in Sachsenhausen, wo mit 4,87 Millionen Euro der teuerste Verkauf registriert wurde.

Transaktionen
2012 – 2018
Premiumimmobilien Transaktionen 2012 bis 2018 in Frankfurt
Geldumsatz (in Mio. Euro)
2012 – 2018
Premiumimmobilien Geldumsatz 2012 bis 2018 in Frankfurt
  Ein- und Zweifamilienhäuser   Eigentums­wohnungen
Stand: März 2019
Quellen: Gutachterausschuss Frankfurt, VON POLL IMMOBILIEN Research (2019)

Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser

Marktüberblick

Auf dem Markt für Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser wurden in Frankfurt am Main 2018 insgesamt 364 Objekte verkauft. Davon waren 232 Mehrfamilienhäuser, die ausschließlich zum Wohnen genutzt werden, und 132 Immobilien mit gemischter Nutzung. Im Vergleich zu 2017 ist die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge für Mehrfamilienhäuser um 20 Prozent gesunken, bei Wohn- und Geschäftshäusern gab es knapp sieben Prozent weniger Transaktionen als 2017. Grund ist das begrenzte Angebot. Der daraus erzielte Geldumsatz lag 2018 bei knapp 1,12 Milliarden Euro, wovon 430 Millionen Euro auf Gebäude mit gemischter Nutzung und 692,5 Millionen Euro auf Objekte mit reiner Wohnnutzung entfielen. Während der Umsatz bei den Wohn- und Geschäftshäusern mit einem Minus von 8,3 Prozent gegenüber 2017 leicht rückläufig war, stieg er bei den Mehrfamilienhäusern um über 26 Prozent. Über den gesamten Betrachtungszeitraum gesehen war 2018 im Hinblick auf die Zahl der Verkäufe ein durchschnittliches Jahr, der erzielte Geldumsatz war hingegen der höchste seit 2012.

Die gezahlten Durchschnittspreise für Mehrfamilien- sowie Wohn- und Geschäftshäuser unterliegen über den gesamten Betrachtungszeitraum betrachtet deutlichen Schwankungen. 2018 betrug der durchschnittlich gezahlte Preis für ein Gebäude mit gemischter Nutzung rund 3.260.000 Euro, für ein reines Wohnhaus 2.990.000 Euro. Im Vergleich zu 2012 handelt es sich dabei um einen Preisanstieg von 131 Prozent bei Mehrfamilienhäusern und von 24 Prozent bei den Wohn- und Geschäftshäusern.

Transaktionen
2012 – 2018
Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser Transaktionen 2012 bis 2018 in Frankfurt
Geldumsatz (in Mio. Euro)
2012 – 2018
Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser Geldumsatz 2012 bis 2018 in Frankfurt
Durchschnittlicher Kaufpreis (in 1.000 Euro)
2012 – 2018
Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser Durchschnittspreise (in 1.000 Euro) 2012 – 2018
Verteilung Neubau/Bestand 2018
 
Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser Verteilung der Objektklassen 2018 in Frankfurt
  WGH (Wohn- und Geschäftshaus)   MFH (Mehrfamilienhaus)
Stand: März 2019
Quellen: Gutachterausschuss Frankfurt, VON POLL IMMOBILIEN Research (2019)

Lagen und Preise

Immer mehr erstmalige und auch internationale Investoren interessieren sich für Frankfurt. Aufgrund des knappen Baulandes rücken zunehmend leerstehende Gebäude als Investitionsobjekte in den Vordergrund. Diese Immobilien bieten durch Umwandlung in Wohnflächen die Möglichkeit eines höheren Mietsteigerungspotenzials als Objekte mit vermieteten Wohnungen.

Die höchsten Kaltmieten für Mehrfamilien-, Wohn- und Geschäftshäuser lassen sich in den zentrumsnahen Stadtteilen erzielen. Zu diesen sogenannten A-Lagen gehören die Altstadt, die Innenstadt, das Westend, das Nordend, das Gallus beziehungsweise Europaviertel und das Bahnhofs- sowie das Gutleutviertel. Investoren und Kapitalanleger können hier eine Kaltmiete zwischen 23,50 bis 29,50 Euro erzielen. Im Vergleich zu 2017 sind die Angebotsmieten in den A-Lagen um 4,5 Prozent gestiegen. Die über den Betrachtungszeitraum seit 2012 in den zentrumsnahen Stadtteilen erfolgte Preisentwicklung lässt weitere, wenn auch nur leichtere Steigerungen erwarten. Diese Entwicklung ist auf das begrenzte Angebot an innerstädtischen Wohn- und Geschäftshäusern zurückzuführen. In Zeiten niedriger Zinsen suchen Kapitalanleger weiterhin nach alternativen Investitionsmöglichkeiten und entscheiden sich dabei nicht selten für ein Mehrfamilien- oder Wohn- und Geschäftshaus in gefragter Lage. Dazu zählen neben den genannten A-Lagen Stadtteile wie Dornbusch, Bockenheim oder das Ostend. Dort konnte eine Kaltmiete zwischen 21 und 25,50 Euro realisiert werden.

Kaufpreise in Euro pro m²

  Lage 2018 2019
  premium  3.900 – 5.900 4.000 – 6.200  
  gut 2.600 – 4.100 2.700 – 4.200  
  mittel 1.900 – 2.900 1.900 – 3.000  

Mietpreisfaktor in Euro pro m²

  Lage 2018 2019
  premium  23,0 – 29,0 23,5 – 29,5  
  gut 21,0 – 25,0 21,0 – 25,5  
  mittel 17,5 – 21,0 18,0 – 21,0  
Bei diesen Preisangaben ist lediglich die Kaltmiete für Wohnnutzung einbezogen,
nicht jene, die für gewerbliche Nutzung anfällt.
Prognose:   = steigend,    = leicht steigend,    = stabil,     = leicht fallend,  = fallend
Quelle: VON POLL IMMOBILIEN Research (2019)
Wohnimmobilien in Frankfurt am Main | Marktbericht 2019
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