Smart Home - intelligentes Wohnen oder kostspieliges Chichi?

28/01/2020 · Autor: VON POLL IMMOBILIEN

Wie definiert sich ein Smart Home?

Was kann es wirklich und wofür ist es gut?

Viele reden vom Smart Home. Doch wie definiert sich dieses intelligente Wohnen? Was macht ein solches Zuhause aus und welche Vorteile bietet es den Bewohnern?

In einem Smart Home können Heizung, Licht, Jalousien, Rollläden, Alarmanlagen, aber auch diverse Elektrogeräte und sogar die Haustür automatisch per Smartphone, Laptop oder Tablet gesteuert werden. Viele Annehmlichkeiten weiß man als Bewohner schnell zu schätzen.

Der Begriff „Smart Home“ (auch „eHome“ oder „Smart Living“) – zu Deutsch: intelligentes Wohnen - impliziert nicht die sich selbst orientierende Waschmaschine. Diese wurde zwar kürzlich in Berlin auf der IFA präsentiert, ist aber noch nicht erhältlich. Vielmehr bedeutet Hausautomation, dass man Teile der Haustechnik, der Sicherheit und elektrische Geräte vernetzen und mobil steuern kann. Zusätzlich können im Haus verschiedene technische Hilfsmittel, wie Steuereinheiten, Funkverbindungen, Kameras oder Sensoren angebracht werden. Moderne Haustechnik, die freilich angeschafft und installiert werden muss, aber auch viele Haushalts- und Multimediageräte bieten diese integrierten Funktionen bereits ab Werk an.

Sinnvoll ist der Einsatz der Smart-Home-Technologien für die Bereiche Komfort, Energiesparen und Sicherheit. So lassen sich beispielsweise mit mobilen Geräten die Hausbeleuchtung, Heizung aber auch der Herd aus der Ferne bedienen und sogar programmieren – so, wie man es gerne möchte.

Moderne Türöffnungssysteme schicken das Klingeln an der Haustür auch ans mobile Endgerät und man kann fragen, wer an der Tür ist. So ist man immer „zu Hause“. Selbst die Spül- oder Waschmaschine kann weitergeben, ob diese fertig sind oder ob eine technische Störung vorliegt.

Wie das funktioniert? Mit einer entsprechenden App, die auf das Smartphone, Tablet oder den Laptop geladen wird, lassen sich alle gewünschten Funktionen steuern. Diese Technik ist sehr bedienerfreundlich: Mit nur wenigen Klicks und ohne technisches Vorwissen kann man ein solches System einrichten.

Die Vorteile eines smarten Heims

Für einen Zweitwohnsitz oder wenn man häufig auf Reisen ist, ist das intelligente Wohnen eine ideale Möglichkeit, das Eigentum so zu steuern oder zu überwachen, dass es immer so aussieht, als sei jemand zu Hause: von sämtlichen Lampen über die Rollläden bis hin zum Fernsehgerät. Ebenso lässt sich die Heizung rechtzeitig anschalten – auch bei spontanen Besuchen im Ferienhaus. Ein Vorteil ist die erhöhte Sicherheit und die Möglichkeit, Energie zu sparen, denn die Heizung oder andere Geräte müssen nicht permanent laufen.

Was gehört dazu? Die Immobilie muss für manche Maßnahmen nachgerüstet werden. Überwachungskameras müssen mit Funk ausgestattet werden und der Regler am Heizkörper mit einem passenden Steuersystem. Bei anderen Geräten wie beispielsweise der Waschmaschine gibt es schon vorgefertigte, Smart Home-fähige Produkte. Voraussetzung, dass alles steuerbar ist, ist eine Internetverbindung und die entsprechende App auf dem mobilen Endgerät.

Komfortables Wohnen durch komplexe Technik

Die gewünschten Lichtverhältnisse individuell nach Tageszeit, ein perfekt temperiertes Haus oder Rollläden, die herunterfahren, wenn der Fernseher eingeschaltet wird. Einer der angenehmsten Aspekte eines Smart Homes ist der Komfortgewinn. Denn vieles lässt sich bequem vom Sofa über das Display eines Mobiltelefons kontrollieren.

Neben dem direkten Steuern lassen sich über die dazugehörigen Programme auch gewünschte zeitliche Abläufe einrichten. So zieht sich die Markise automatisch zum Sonnenuntergang ein, fährt die Heizung für kuschelig warme Räume kurz vor dem Feierabend hoch oder öffnen sich Haustüren oder Garagentore von selbst – ohne den Schlüssel oder die Fernbedienung suchen zu müssen.

Mehr Kontrolle – weniger Verbrauch

Neben dem Komfort steht das Energiesparen bei einem Smart Home mit an erster Stelle. Dank des Smartphones ist der Verbrauch der Haustechnik jederzeit ablesbar: Beim sogenannten „Smart Metering“ senden Energie-, Wasser-, Gas- und Wärmezähler digitale Daten an mobile Endgeräte. Besitzer einer Photovoltaikanlage können sich auch anzeigen lassen, wie viel Strom parallel zur Heizung dazu auf dem Dach produziert wird. Mit einem Klick lassen sich sogar die stärksten Energieverbraucher anzeigen oder gleich alle Geräte beim Verlassen des Hauses mit einem Mal ausschalten. Doch nicht nur Strom wird gespart. Auch der Heizungsbetrieb kann reguliert werden und aus der Ferne in den Urlaubsmodus versetzt werden.

Installation eines Smart Home

Bis vor wenigen Jahre war für ein Smart Home eine aufwändige, feste Verkabelung notwendig. Diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Ein Internetzugang und ein Smartphone gehört zur Grundausstattung – mit der Anschaffung der dazugehörigen technischen Gerätschaften kann nahezu jeder sein Zuhause ein bisschen smarter machen.